Die Vokalkompositionen Andreas Hammerschmidts, David Pohles und Johann Vierdancks erscheinen wie ein Quell der Hoffnung im vom 30-jährigen Krieg gezeichneten Europa. Eine Musik, die in zeitlosen Emotionen spricht: von der Sehnsucht nach Erlösung, der religiösen Verlockung durch etwas Größeres als der Menschheit. Die mal verzweifelt ist und mal hoffnungsvoll, die hier klagt und dort nach Frieden und Freude verlangt. Vielschichtig und vielstimmig, kunstvoll und eindringlich.
Das sechsköpfige niederländische Vokalensemble Tempera Mente hat sich diese selten gespielten frühbarocken geistlichen Werke künstlerisch erschlossen und sich auf die Spuren jenes musikalischen Hoffnungskeims begeben, der über Komponistengenerationen hinweg Früchte getragen hat, etwa über Friedrich Wilhelm Zachow bis hin zu dessen Schüler Georg Friedrich Händel.
Janneke Stoute Sopran
Anna Bachleitner Mezzosopran
Iris Bouman Alt
Carlos Negrín López Tenor
Bas Cornelissen Bariton
Riccardo Casamichiela Orgel